Warum fahren wir eigentlich so auf Zucker ab?

Die große Lust auf Süßes... und dann der Speck auf den Hüften. Jeder weiß, zu viel Zucker ist eben zu viel, doch warum können wir der süßen Versuchung so schlecht widerstehen?

 

1. Süß ist die Geschmacksrichtung, die vom Menschen seit jeher gern geschmeckt wird - das half beim Überleben, süße Lebensmittel in der Natur sind essbar und nicht giftig.

2. Die Gene - bereits Babys lieben Süßes, wie zum Beispiel die süße Muttermilch.

3. Unsere Erziehung - egal wie es die Eltern machen, es kann scheinbar nur schief gehen: Kinder die viel Zucker zu sich nehmen, wollen immer mehr davon. Kinder denen Zucker verboten wird, wollen es haben, weil es eben verboten ist und greifen zu, wann es nur geht.

4. Süßes als Belohnung - Süßigkeiten sind für die meisten etwas ganz Besonderes, weil sie mit schönen Momenten verbunden werden. Zum Geburtstag und Weihnachten beispielsweise gibt es sehr viel Süßes, oder als Belohnung für eine 1 in der Klassenarbeit, oder als Belohnung, wenn man bestimmte Dinge erledigt hat. Oder zum Trösten bei einem gebrochenen Arm. Meist werden Süßigkeiten besonders im Kindesalter auch in Gesellschaft gegessen. Kurz: Mit Süßigkeiten verbinden wir schönes und belohnen uns auch im Erwachsenenalter noch damit. Oder trösten uns. Wer kennt sie nicht, die gute alte Frustschokolade?

5. Zucker macht süchtig - Wir reagieren auf Zucker wie auf eine Droge: Einmal genommen, wollen wir immer immer mehr, dafür sorgt ein Prozess in unserem Gehirn, wir können da noch nicht einmal etwas dafür, und von der Droge wegzukommen, ist sehr sehr schwer. Die Industrie klatscht in die Hände und sagt sich: "Super! Das können wir ausnutzen!" und steckt in viele verarbeitete Lebensmittel Zucker. Auch in Lebensmittel, von denen man es gar nicht erwartet. Zum Beispiel Maggie Tütensuppen. Und dann kommt noch eine Säure hinzu, die dafür sorgt, dass wir den Zucker nicht mehr richtig herausschmecken. Und nach einem Löffel Maggie Tütensuppe brüllt unser Gehirn: "Mehr, mehr, mehr!". Schöne Bescherung.

 

Es gibt sicher noch weitere Gründe, doch diese zählen zu den entscheidensten. In meinem Ernährungsberaterstudium haben wir eine Reihe von Lebensmitteln auf Zucker untersucht, mich hat es beinahe aus den Socken gehoben, als ich die Menge Zucker zum Beispiel in einem Müsli in Würfelzucker vor mir gesehen habe. Besonders Lebensmittel, die damit werben fettarm zu sein, haben oft einen sehr hohen Zuckergehalt. Sie sind damit zwar fettarm, aber dem Körper tut man damit trotzdem nicht unbedingt etwas gutes.

 

Wie jetzt dem Zuckerdrama entgehen? Ich werde in den nächsten Wochen mal die "Clean Food" Ernährung testen, und euch berichten!

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